|
||||||||||||||||||||||
| ISBN: 3854451571 ISBN: 3854451571 ISBN: 3854451571 ISBN: 3854451571 | ||||||||||||||||||||||
|
Wir empfehlen: | |||||||||||||||||||||
George GershwinGeorge Gershwin wäre, wenn er heute noch leben würde, genau 100
Jahre alt, denn er ist am 26. Sept. 1898 in New York zur Welt gekommen.
Gerswhins Lebenslauf wird oft und gerne mit dem typischen “American
Way Of Life” verglichen, d.h. der Aufstieg vom Tellerwäscher zum
Millionär, was jedoch nicht so ganz stimmt.
George wurde als zweiter Sohn von vier Kindern eigentlich unter dem
urkundlichen Namen Jacob geboren, doch von Kind an wurde er aus nicht ganz
ersichtlichen Gründen von allen einfach nur George gerufen. Seine Eltern
waren russische Einwanderer, der Vater wurde Geschäftsmann in New York an
der West Side, und es ging der Familie finanziell eigentlich nie sonderlich
schlecht, auch obwohl sie im Arbeiterviertel wohnten, aber auf jeden Fall ist es
falsch zu behaupten, George hätte sich sozusagen aus einem verarmten Ghetto
nach oben gearbeitet.
Von George’s Geschwistern möchte ich nur seinen zwei Jahre
älteren Bruder Ira Gershwin noch genauer erwähnen, der eigentlich laut
Urkunde Israel hieß. Mit diesem hatte George in späteren Jahren noch
sehr viel zu tun.
Ira und George waren in ihrem Temperament und Charakter grundverschiedene
Typen. Während Ira in der Schule immer fleißig war und auch
vorbildliche Leistungen nach Hause brachte, war George eher gerne faul und
heckte auch nicht zu selten irgendeine Dummheit aus.
George genoß zu seiner Zeit einen gewissen hohen “Status”
unter den Kindern seines Viertels. Es galt nämlich damals, daß
Jungen, die sich in irgendeiner Weise mit Musik abgaben, Muttersöhnchen und
Schwachköpfe wären, und hierin besteht das kleine Wunder:
George war einer der wenigen Jungen, die KEIN Instrument lernten, man darf
sogar behaupten, daß George in einer recht unmusikalischen Familie
aufwuchs, denn niemand in seiner Verwandtschaft hatte je etwas mit der Musik zu
tun. Lediglich der Vater hatte eine ganz ordentliche Gesangstimme und besuchte
ab und zu mal eine Opernaufführung.
Doch trotz allem zeigte sich bei George schon ziemlich früh sein
Interesse für die Musik, insbesondere für die Jazz.-Rag- u.
Bluesmusik, mit der er des öfteren beim Schlendern durch die Gassen in
Berührung kam und von der er mit der Zeit immer stärker angezogen
wurde. Oft setzte er sich auch einfach auf die Gehsteige vor einem Lokal oder
einem Musikgeschäft und lauschte mit reger Anteilnahme den Klängen der
dort gespielten Musik.
Sein folgenschwerstes Erlebnis hatte George jedoch, als er mit 10 Jahren
eines Nachmittages vor seiner Schule Ball spielte. Aus dem Fenster des
Schulgebäudes hörte er einen seiner Mitschüler Geige (Humoreske
von Dvorak) üben, dieser Mitschüler war kein geringerer als der
später berühmt gewordene Violinvirtuose Max Rosen.
George war dermaßen fasziniert von der Musik, daß er Jahre
später seine Reaktion so beschrieb: “Es war wie eine Erleuchtung. So
etwas Schönes! Ich wollte diesen Jungen unbedingt kennenlernen
...”
Und dies tat er dann auch. Max und George wurden unzertrennliche Freunde.
Dieser Freundschaftsschließung hat George es auch zu verdanken, daß
er zum ersten mal Zugang zur ernsteren Musik bekam.
Durch ihn lernte er die großen Komponisten und den formalen Aufbau
der Werke kennen.
1910 (George war 11 Jahre alt) kam das erste Piano ins Haus der Gershwins,
worauf sich George sofort stürzte und die ganze Familie mit seinen kleinen
Stücken verblüffte, die er bis zu diesem Zeitpunkt immer mit aller
Begeisterung am Klavier seines Freundes Max übte.
Eigentlich war dieses Klavier für Ira gedacht, aber dieser schien
leider nicht sehr begabt dafür zu sein, und so gehörte das Klavier
nach kurzer Zeit George alleine.
Daraufhin wurde ein geeigneter Klavierlehrer für George gesucht, was
sich jedoch als nicht sehr einfache Aufgabe herausstellte. Denn George war darin
äußerst anspruchsvoll. Er war mit seinen ersten drei Lehrern nie
zufrieden, denn er spürte, daß deren einfallsloser Unterricht ihm
nicht das gab, wonach er sich eigentlich sehnte. Er wollte Zugang zu den
geheimen Mysterien der Musik. George war auch weniger der Typ, der nur stur
übte, sondern der meistens seinen Einfällen folgte und am Klavier
improvisierte. Und George wechselte dreimal vergeblich seine Lehrer.
|
||||||||||||||||||||||
| |<< Anfang < Zurück Index Weiter > Ende >>| | ||||||||||||||||||||||
|
Diese Seite ist Bestandteil des Projekts Biografien.org. Diese Biografie wurde uns freundlicherweise von Bianca Purnomo zur Verfügung gestellt. Zurück zur Themenseite: Biografien.org/Startseite/G Das Setzen von Verweisen (Links) auf diese Seite ist gestattet und bedarf keine vorherige Absprache. | ||||||||||||||||||||||
| english | Bookmark setzen | Webseite weiterempfehlen | Copyright © | Impressum | ||||||||||||||||||||||