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Gershwin, George (1898-1937).

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George fand im Laufe der Jahre auch später zu Zeiten seiner großen Erfolge in Kilenyi einen stets hilfsbereiten Berater für seine Werke.

Kilenyi faßte seinen Gesamteindruck von George so zusammen: “Er hatte ein besonderes, geradezu geniales Talent dafür, Einflüsse von außen aufzunehmen und für seine eigene Musik auszuwerten.”
Das nächste Ziel, das sich George nun im Jahre 1917 setzte, war der Broadway. Er fand auch schon bald eine Stelle als Korrepetitor bei einem Musical, das unter anderem von Jerome Kern geschrieben wurde. George unterhielt seine Kollegen während den Arbeitspausen vor und hinter Bühne und beeindruckte sie mit seinen improvisierten Einlagen am Klavier. Somit gewann er auch Kerns Aufmerksamkeit und freundete sich mit der Zeit mit ihm an.
Georges Freundeskreis weitete sich nun immer weiter in das Genre des Broadways aus. Ganz nach seinem bereits in jüngsten Jahren lebendigen Temperament hatte er eine Vorliebe für Parties, das Nachtleben und schöne Frauen entwickelt.

Doch damals wie später ging ihm die Musik über alles.
Georges selbstgeschriebene Songs mehrten sich, und 1919 schrieb George sein erstes komplettes Musical La, La, Lucille, welches ein großer Erfolg wurde. Infolgedessen machte sich Gershwin auch durch den verstärkten Notendruck seiner Songs einen immer bekannteren Namen am Broadway und in der sonstigen Umgebung.

Im selben Jahr schrieb Gershwin zusammen mit einem Freund, Irving Caesar, den Hit Swanee und schaffte damit seinen absoluten Durchbruch im Songbusiness. Dieser Song breitete sich in ganz Amerika wie eine Epidemie aus, und die Noten verkauften sich wie heiße Semmeln. (kurzes Hörbsp. Swanee)

George komponierte auch noch ein Streichquartett mit dem Titel Lullaby, welches allerdings erst am 1967, also 30 Jahre nach seinem Tod uraufgeführt wurde, nachdem es in der Kongreßbibliothek in Washington D.C. entdeckt wurde. In diesem Stück zeigt Gershwin beträchtlichen Fortschritt im Stimmsatz, im harmonischen Aufbau und in der bewußt eingesetzten Klangwirkung.

Der nächste Meilenstein in Gershwins Karrierelaufbahn begab sich 1920, als er mit George White einen Vertrag abschloß, ihm die Musik für White’s Musical Scandals 1920 zu schreiben. Nach diesem Musical folgten vier weitere, die der Reihe nach Scandals 1921 bis Scandals 1924 hießen. Zwei Songtexte dazu stammten aus George’s Bruder Ira’s Hand.

1922 wollte George Gershwin Neuland betreten, er plante zusammen mit einem Kollegen Buddy De Sylva eine einaktige Negeroper Blue Monday zu komponieren, die bei den Scandals miteingebaut werden sollte. Gershwins Bestreben war es, in neue musikalische Dimensionen vorzustoßen. Er fand in Paul Whiteman, der damals die Scandals dirigierte, und in Ferde Grofé, dem Arrangeur und engen Kollegen von Whiteman, aufmunternden Zuspruch zu der Oper, und so ging George mit dem größten künstlerischen Ehrgeiz ans Werk.

Die Proben waren anstrengender als je zuvor, doch noch viel grausamer war das Warten auf die Reaktion des Publikums und der Presse. Gershwin bekam vor Nervosität Stuhlverstopfung – ein Leiden, das später chronisch wurde, und weil die Ärzte nie eine natürlich Ursache dafür fanden, sprach Gershwin stets von seinem “Komponistenmagen”. Blue Monday wurde jedoch leider ein Flop, da die ernste Szenenaufmachung und der Inhalt nicht zu der darauffolgenden glitzernden Show paßten, und so setzte George White Blue Monday gleich nach der ersten Aufführung ab.

Zwischen 1920 und 1923 wirkte George neben den Scandals aber auch noch an anderen Musicalproduktionen mit.
Alle seine Songs aus dieser Zeit haben eines gemeinsam: aus ihnen spricht Gershwins Suche nach neuen Effekten und handwerklicher Perfektion, wodurch sie sich deutlich von der Massenware der Tin Pan Alley absetzten. Allmählich erkannten auch die Vertreter der ernsthaften Zunft, daß in Gershwin ein wichtiger Erneuerer der amerikanischen Unterhaltungsmusik heranwuchs.

In einem Zeitungsinterview aus dieser Zeit mit dem Konzertpianisten Beryl Rubinstein wurde über Gershwin Folgendes gefunden: “ Dieser Bursche hat den genialen Funken, das Feuer der Originalität ... Sein Stil und seine Intentionen zeigen, daß man ihn nicht in die Schar der Unterhaltungsmusiker einreihen darf, sondern in ihm eine herausragende künstlerische Persönlichkeit sehen sollte ... Bald wird er, davon bin ich überzeugt, einer der führenden amerikanischen Komponisten sein.”

Am 1. Nov. 1923 gab die Sängerin Eva Gauthier in der Aeolian Hall, eine der größten Konzertbühnen New Yorks, einen Liederabend. Unter ihrem Repertoire befanden sich auch drei Lieder von Gershwin, die er eigens an diesem denkwürdigen Abend am Piano begleitete. Das Publikum war begeistert und erzwang sogar eine Zugabe, die Presse lobte ihn in den höchsten Tönen, und von nun an hieß es in den Fachzeitschriften über Gershwin: “Mit ihm beginnt der anspruchsvolle Jazz.”

  
Bürgerliches Gesetzbuch BGB
von Helmut Köhler
Siehe auch:
Handelsgesetzbuch HGB: ohne Seehandelsrech...
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Strafgesetzbuch StGB
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